Themen 2009

“European Publishers Forum” 2009

europeanpublishersforumWie verändert 2009 die Medien? Diese Frage steht im Mittelpunkt des ersten „European Publishers Forum“, das am 27. April 2009, 9.30 Uhr, erstmals im Rahmen des “European Newspaper Congress” im Rathaus der Stadt Wien stattfinden wird.

Die Medienkrise 2009
Sind die USA Vorboten der Entwicklung in Europa? Machen wir dieselben Fehler? Keynote: Stephan Russ-Mohl, Universität Lugano. Russ-Mohl hat dazu mehrere Monate in den USA recherchiert.

Online 2009
Warum immer weniger Geld bei den klassischen Medienunternehmen landet und welche Chancen diese haben, doch noch Geld im Internet zu verdienen. Keynote: Dieter Rappold, Knallgrau, Wien.

Werbung 2009
Wie sich der Markt verändert. Sind die Rückgänge im Krisenjahr 2009 nur vorübergehend oder verlieren die klassischen Medien auf Dauer? Und welche Rolle soll der Staat übernehmen? Wie gehen wir künftig mit Werbeverboten um? Vor allem aber: Wo sind die neuen Chancen? Antworten sucht ein hochkarätig besetztes Podium.

Europas Zeitungstrends 2009

Eine Rundreise durch einen kreativen Kontinent

Europas Zeitungen kämpfen weiter mit rückläufigen Auflagen. Wie reagieren die Tageszeitungen? Bisher setzen Redaktionen vor allem auf konzeptionelle und gestalterische Qualität um dem Abwandern zu Gratiszeitungen und Internet entgegenzuwirken. Man bemüht sich um Seriosität, Gediegenheit und Wertigkeit, was sich vor allem auch in der Gestaltung niederschlägt.
Mit vielen Freistellern und Weißraum setzt sich der Trend zur „magazinigen“ Zeitung der vergangenen Jahre fort. Immer mehr Verlage legen aber auch Hochglanz-Magazine ihren Zeitungen bei, die einen Vergleich mit Illustrierten nicht scheuen müssen.

Zeitungsdesigner, Meerbusch, Deutschland
Hat mehr als 80 Zeitungen neu gestaltet. Er berät Medienhäuser in Deutschland und Österreich, aber auch in Tschechien, der Slowakei, Italien, den Niederlanden und Polen. 2008 hat er u.a. für die in Bozen erscheinende Tageszeitung „Dolomiten“ gearbeitet und für die Tageszeitung „Express“ (Polen) eine kostenlose Zeitung entwickelt.
2009 hat er die Wochenzeitung VDI-Nachrichten neugestaltet.

Wie man Inhalt, Design und Organisation zu einer Erfolgsstory kombiniert

Eurpoas Zeitung des Jahres, “Svenska Dagbladet”, Schweden: Ständige Innovation hat “Svenska Dagbladet” (SvD) von einer klassischen Zeitung zu einem modernen Medienhaus gewandelt. Die Erfolgsfaktoren sind Zusammenarbeit und die Fähigkeit Inhalt, Design und Organisaion zu einem Erfolgsmodell zu kombinieren. Bei “Svenska Dagbladet” hat man schon früh Print und Online als Einheit begriffen. Die aktuellen Nachrichten stehen im Internet, die Zeitung ist heute ein tägliches Magazin. Ausgewählte Inhalte sind extrem leserfreundlich mit Faktboxen und Infografiken präsentiert. Ein Highlight europäischer Zeitungskunst ist die Wochenend-Beilage.

“Svenska Dagbladet” war eine der ersten Zeitungen Europas, die auf das ­Tabloid-Format umgestellt hat. Sie hat eine Auflage von 186.200 Exemplaren. Bei der Zeitung arbeiten 210 Journalisten. Davon sind 50 “Subeditors”, die die Seiten layouten, zehn Fotografen und acht Infografiker. Die Homepage svd.se wurde 2007 als “Schwedens beste Medien-Website” ausgezeichnet.

Klarheit statt Info-Flut

Europas Regionalzeitung des Jahres, Basler Zeitung, Schweiz: Die “Basler Zeitung” kämpft gleich gegen mehrere mächtige Gegner: gegen das schnelle Internet und gegen drei tägliche Gratiszeitungen. Auf diesem zunehmend unübersichtlicheren Nachrichtenmarkt wirkt sie wie eine Insel der klaren und sachlichen Information. Mit einem klaren Layout und Konzept versucht sie die Themen der Region zu präsentieren.

Die “Basler Zeitung” hat eine Auflage von 93.000 Exemplaren. Sie erscheint im Schweizer Format, das fast mit dem handlichen Berliner Format identisch ist. Die Zeitung beschäftigt 90 Journalisten, drei Fotografen und zehn Layouter.

30/30 – Ist das die Zeitung der Zukunft?

Die Zukunft der Zeitungen liegt in einem Mix aus Print und online Multimedia Plattformen. Unser “30/30″ Konzept ist eine Print-Antwort auf die Herausforderung einer neuen Generation von Lesern kompakte und fesselnde Nachrichten zu liefern. Es ist die Auffassung von INNOVATION, dass Redakteure sich auf das Wesentliche beschränken und eine kluge Nachrichten-Auswahl treffen müssen. Was gebraucht wird sind unverzichtbare Zeitungen. Was gebraucht wird ist journalistischer Kaviar, nicht Haferschleim.

Zwei Jahre hat ein Profiteam um Juan Antonio Giner geforscht: nach optimalen Textmengen und notwendigem Bildanteil, nach moderner Leserführung, nach Format und Haptik unserer Zeit. Das Ergebnis ist ungewöhnlich und heißt 30/30. In diesen Wochen soll das Projekt umgesetzt werden und vielleicht schlägt damit auch für die Zeitung der Zukunft die Stunde der Wahrheit: Top oder flop? Giner, Gründungsmitglied der renommierten „Innovation International Media Consulting Group“ (USA), will in Wien die ersten Ergebnisse vorstellen.

Kostenlose Nachrichten – 24 Stunden am Tag in Print, Online und TV

In keinem Markt der Welt kämpfen Gratiszeitungen derart intensiv gegeneinander wie in der Schweiz. 20 Minuten, der erfolgreichste kostenlose Printtitel, und 20 Minuten Online, der erfolgreichste Online-Dienst, arbeiteten bisher getrennt – und mitunter auch gegeneinander. Das ist seit kurzem nun vorbei. Was hat zum Umdenken geführt? Wie arbeiten die beiden Redaktionen zusammen? Wie sind die ersten Erfahrungen? Was kommt als nächstes?

Print-Chefredakteur Marco Boselli (Bild oben) und Online-Chefredakteur Hansi Voigt (Bild unten) über die Organisation und Ergebnisse crossmedialer Redaktionsarbeit.

The Path of Stories – Über die Arbeit einer Plattformredaktion

Österreichs einzige Wirtschaftstageszeitung, das “WirtschaftsBlatt”, begleitet seine Leser seit zwei Jahren über den kompletten Tag: mit Print Newsletter, Online, Mobiles Portal. Mario Garcia hat dabei als Coach seine Erfahrungen vom Wall Street Journal eingebracht und für die österreichische Wirtschaftszeitung weiterentwickelt.

Online-Ressortchef Alexis Johann (Bild links), CEO Hans Gasser (Bild mitte) und Mario Garcia (Bild rechts) präsentieren, wie eine ursprünglich normale Tageszeitungsredaktion zur voll integrierten Plattformredaktion entwickelt wurde, welche Hindernisse dabei zu überwinden waren plus die Bilanz nach zwei Jahren.

European Editors Forum 2009

Das “European Editors Forum” widmet sich dem Thema “Das Medienjahr 2009 – schlicht eine Katastrophe oder Chance für die Zukunft?” Führende Chefredakteure diskutieren, wie sie ihre Medien durch den Sturm der Finanz- und Wirtschaftskrise steuern. Welche kurzfristigen Überlebensprinzipien sie anwenden. Was sie für die Zeit danach erwarten und wie sie sich bereits heute darauf vorbereiten.

So verführt man die Internet- Generation – Die Innovation in der Leserführung

Eurpoas Lokalzeitung des Jahres, Diari de Balears, Spanien: Wie bindet man die Internet-Generation an die Zeitung? Die spanische Lokalzeitung “Diari de Balears” versucht es mit einer extrem innovativen Leserführung. Ähnlich den Stichworten und Links, die man aus dem Internet kennt, leitet die Redaktion ihre Leser durch die Zeitung. Diese Stichworte werden auf den einzelnen Seiten hervorgehoben, sodass eine optische Brücke zum Online-Auftritt der Zeitung entsteht.
“Diari de Balears” erscheint im Tabloid-Format (halbes Nordisches Format) und hat eine Auflage von ca. 4.000 Exemplaren. Sie erscheint in katalanischer Sprache. Die Zeitung beschäftigt 30 Journalisten, zwei Fotografen und sechs Layouter.

Die Presse am Sonntag: Neugründung in der Krise – Wie geht das?

“Presse”-Chefredakteur Michael Fleischhacker über seine Erfahrungen nach sechs Wochen „Die Presse am Sonntag“. Wie reagieren die Leser, die Anzeigenkunden und die eigenen Journalisten? Warum ist man gerade jetzt gestartet? Und was erwartet man von der Zukunft?

Der große Wandel – Wie die Internet-Generation die Zeitung verändert

Bei welchen Themen die Zeitung künftig komplett verlieren wird, wo sie mit Online & Co teilen muss und wo sie unschlagbar bleiben wird. Warum sie auf diesem Weg Leser verliert. Und weshalb weniger Leser durchaus wertvoll sein können. Außerdem: Warum der Wettlauf um News ein Unsinn ist und die Zeitung auf Dauer kaputt macht. Und wie Internet-Nutzer in der Zeitung nach Politik süchtig werden und warum Sport immer weniger zieht.

Der Schweizer Leserforscher und ReaderScan-Erfinder Carlo Imboden (Bild) über die Ergebnisse seiner jüngsten Untersuchung von Online- und Printlesern.

„News to use“ – die Zeitung mit Nutzwert

Europas Wochenzeitung des Jahres, Athens Plus, Griechenland:
Service, Service, Service – nur wenige Zeitungen setzen so massiv auf Nutzwert wie die griechische Wochenzeitung “Athens Plus”. Zahlreiche Rubriken wie “20 Veranstaltungen in 7 Tagen” oder “Family Fun” beeindrucken durch aufwendige Recherche und professionelle Gestaltung. Berichte, Interviews und Fakten ergänzen die “News to use”. Die Zeitung ist eine perfekte Planungshilfe durch die Woche und gleichzeitig ein Vorbild dafür, wie eine Zeitung im Wettbewerb mit Internet seinen Platz sichert.
“Athens Plus” erschien erstmals am 13. Juni 2008 als englischsprachige Wochenzeitung in Athen. Die Zeitung erscheint im Tabloid-Format (halbes Nordisches Format) und hat eine Auflage von 2.000 Exemplaren. Die Zeitung beschäftigt 15 Journalisten, einen Fotografen und zwei Layouter.


Sponsoren 2009

     

                                           


Bilder 2009

European Newspaper Congress 2009 Heuriger (26.4.2009)