Beim Get-together des diesjährigen European Newspaper Congress 2018 treffen Europas beste Zeitungsmacher im MuseumsQuartier (MQ) Wien zusammen. Das Networking-Event verbindet bereits am Vorabend des Kongresses die Besucher.

MQ-Direktor Christian Strasser eröffnet die Veranstaltung mit dem Thema „MuseumsQuartier Wien – Kulturareal der Zukunft“. Im Anschluss finden Führungen durch die Ausstellungen „Bruno Gironcoli. In der Arbeit schüchtern bleiben“ im mumok – Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien sowie „WOW! The Heidi Horten Collection“ oder „ZORAN MUŠIČ. Poesie der Stille“ im Leopold Museum statt. Die Einteilung erfolgt vor Ort.

Im Anschluss findet der feierliche Ausklang des Abends in der Ovalhalle (MQ) statt.

 

Programm:

17:30 Uhr Eintreffen der Gäste
18:00 Uhr Eröffnung und Keynote Speech
18:20 Uhr Besuch der Ausstellungen*
ab 19:30 Uhr Netzwerkabend

* Zuteilung vor Ort

 

Anreise:

 

„MuseumsQuartier Wien – Kulturareal der Zukunft“
Key Note Speech von Christian Strasser, Direktor MuseumsQuartier Wien

Mit 90.000 m² und rund 60 kulturellen Einrichtungen ist das MuseumsQuartier Wien nicht nur eines der weltweit größten Kunstareale sondern auch eine Oase der Kultur und Erholung inmitten der Stadt. Historische Architektur trifft auf aktuelles Design. Hochkultur trifft auf Subkulturen. Das Spektrum reicht von bildender Kunst über Architektur, Musik, Mode, Theater, Tanz, Literatur, Kinderkultur, bis hin zu Game Culture, Street Art, Design oder Fotografie. Zudem finden das ganze Jahr über zahlreiche kulturelle Veranstaltungen in den Höfen des MQ statt von Tanzperformances, Ausstellungsprojekten, Filmfestivals, Literaturlesungen bis hin zu Live-Konzerten.

Die weltbekannten MQ Hofmöbel und das kulturelle sowie kulinarische Angebot laden ein zum Verweilen, Entspannen und den Alltag hinter sich zu lassen. Kunsterleben und Freizeitgestaltung wachsen im MuseumsQuartier Wien zu einer untrennbaren Einheit zusammen.

 

Die Ausstellungen im Detail:

Bruno Gironcoli
In der Arbeit schüchtern bleiben

Bruno Gironcoli gehört zu den eigenwilligsten Künstler_innenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Einem breiteren Publikum ist er durch seine späten Großplastiken bekannt, in denen archetypische Figuren und Triviales zu futuristisch anmutenden Konglomeraten verschmelzen. Weniger bekannt ist, dass Gironcolis bildhauerische Praxis von einer kontinuierlichen grafischen Produktion begleitet war. Die groß angelegte Retrospektive im mumok stellt erstmals den Maler und Zeichner Gironcoli in den Mittelpunkt. Seine Arbeiten auf Papier treten in Dialog mit herausragenden Beispielen seiner Drahtplastiken, Polyesterobjekte, Installationen und Monumentalskulpturen und erschließen so neue Perspektiven auch auf das bildhauerische Werk.

Von Beginn an sind Gironcolis Arbeiten auf Papier mehr als bloße Entwürfe für die Bildhauerei. Auf Papier treibt der österreichische Künstler seine Ideen vielmehr in Dimensionen, die über die Arbeit am konkreten Material weit hinausgehen. Auf Papier animiert er sein eigenes bildhauerisches Werk: Physikalischer Gesetze enthoben gehen schablonenhafte Figuren, Tiere, Symbole und Apparaturen hypothetische Verbindungen ein und fügen sich zu fantastisch-surrealen Szenen. Gironcolis Papierarbeiten sind buchstäblich „Flächen von Überlegungen“, die aus entfremdeten Zeichen mögliche Lebensformen zu bergen suchen.

WOW!
The Heidi Horten Collection

Mit der Ausstellung „WOW! The Heidi Horten Collection“ wird die Sammlung von Heidi Goëss-Horten, die zu den beeindruckendsten europäischen Privatsammlungen zählt, erstmals öffentlich gezeigt. Die Präsentation im Leopold Museum folgt dem lang gehegten Wunsch der Sammlerin, die seit den 1990er-Jahren sorgfältig zusammengetragenen Meisterwerke von Gustav Klimt über Andy Warhol bis Damien Hirst einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Ausstellung zeigt über 170 Werke aus 100 Jahren Kunstgeschichte, u.a. von Marc Chagall, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, August Macke, Franz Marc, Henri Matisse, Joan Miró, Edvard Munch, Pablo Picasso, Egon Schiele, Francis Bacon, Georg Baselitz, Jean-Michel Basquiat, Jean Dubuffet, Lucio Fontana, Lucian Freud, Damien Hirst, Alex Katz, Yves Klein, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg, Gerhard Richter oder Mark Rothko.

ZORAN MUŠIČ
Poesie der Stille

ZORAN MUŠIČ (1909-2005) war eine singuläre Erscheinung in der europäischen Malerei des 20. Jahrhunderts. Er wuchs im slowenischen Karst, in Kärnten und in der Steiermark auf und studierte an der Zagreber Akademie. Nachdem er im Herbst 1944 in das Konzentrationslager Dachau verschleppt wurde, schuf er vor Ort Zeichnungen, die zu erschütternden Zeitdokumenten wurden. In der Nachkriegszeit ließ sich Mušič in Venedig nieder. Den heiteren Aquarellen aus der Lagunenstadt folgten urtümlich anmutende Darstellungen von Pferden. In den Hügelwelten Umbriens und der Toskana spürte er der launischen Handschrift der Natur nach. Ende der 1950er-Jahre wagte er im Umfeld der „Nouvelle École de Paris“ einen Schritt in die Abstraktion. Das unauslöschliche Trauma seiner KZ-Erfahrungen verarbeitete Mušič abermals ab 1970 im Bilderzyklus „Wir sind nicht die Letzten“. Diesen schonungslosen Visionen der Gräuel folgten Veduten aus der venezianischen Wahlheimat sowie Selbstbildnisse – stumme Zeugnisse einer Suche nach den Antworten auf die Grundfragen der menschlichen Existenz. In der Ausstellung werden rund 170 Gemälde und Grafiken des Zeitzeugen, Denkers und Kosmopoliten gezeigt.